15. März 2016

Mangobaum

Der Mangobaum (Mangifera Indica)

 

Mangobaum2Die Mango gehört zu den Sumachgewächsen. Der wissenschaftliche Name lautet Mangifera Indica.
Der Mangobaum ist sehr schnellwüchsig und kann in 6 Jahren bis zu 6 m hoch werden. Ausgewachsen erreicht er eine Höhe von 10-45 m, wobei er in Kultur meist kleiner als 30 m gehalten wird, da die gesamten Nährstoffe für die Fruchtentwicklung verwendet werden sollen.
Er besitzt ein breites gerundetes, dichtes und immergrünes Blätterdach, dass bis zu 30-40 m weit sein kann. Nach oben hin hat er eine aufrechte, relativ schlanke Krone.
Aufgrund seines großen Blätterdaches ist der Mangobaum ein idealer Schattenspender.

Der Mangobaum hat eine sehr tiefe Pfahlwurzel (6 – 8m). Deswegen benötigt er auch eine tiefgründige Wachstumsunterlage. Sandige Böden sind hier eher ungeeignet.

 

Mangobaum1Das Wurzelsystem eines 20 jährigen Baumes kann gewaltig sein – bis zu 7, 5 m im Durchmesser, wobei der Mangobaum, zusätzlich zu der mächtigen Pfahlwurzel, auch ein weites Seitenwurzelsystem besitzt.Mangobäume können bis zu mehreren hundert Jahren alt werden und tragen dabei immer noch Mangofrüchte.
Die wechselständigen, lanzettförmigen Blätter entstehen meist an den Enden der Äste und an seinen unzähligen Zweigen, die wie lange Schnüre nach unten hängen.

 

 

 

Mangobaum3

Der Mangobaum ist immergrün , da in periodischen Abständen unregelmäßig neue Blätter nachwachsen. Junge Blätter sind gelblich bis weinrot (wie bei vielen tropischen Bäumen) und hängen herunter. Dies wird allgemein als „Laubschütte“ bezeichnet. Es handelt sich hierbei um ein physiologisches Phänomen, welches auftritt, wenn sich das Festigungsgewebe und das Chlorophyll erst nach dem Austrieb bilden. Die fertigen Blätter werden dann dunkelgrün, lederartig und glänzend. Sie können bis zu 30 cm lang und 4 – 5 cm breit werden und besitzen eine hellgrüne, sehr auffällige Mittelrippe. Beim Zerreiben riechen sie ein bisschen wie Terpentin.

 

 

 

Mangoblüte

Ein Mangobaum hat etwa 500 – 10.000 gelblich bis rötliche Blüten.  Die sind bis zu über 2/3 männlich und die restlichen sind hermaphroditisch (zwittrig, sie besitzen Staub- und Fruchtblätter). Die Blüten entstehen oft zwei Mal pro Jahr in aufrechten Rispen von 5 – 40 cm Höhe. Sie bestehen aus den vielen einzelnen Blüten, die nur wenige mm groß sind.
Von den vier Staubblättern ist nur ein einziges fertil, d.h. es gibt auch wenig Pollen und in der Konsequenz auch wenige Früchte. Ein Mangobaum kann z.B. über 10.000 Blüten haben und dennoch lediglich 40 Früchte tragen. Durchschnittlich kann man sagen, dass nur rund 1% der Blüten befruchtet werden.

In aufrechten, rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die relativ kleinen, weißen bis rosafarbenen Blüten duften, wenn sie sich öffnen, nach Lilien. Nachdem die Blüten verwelkt sind, dauert es noch drei bis sechs Monate, bis die Früchte reif sind.
Die Hauptblütezeit fällt in die Monate Dezember bis März.

 

Aufzucht eines Mango Baumes

 

Zur Samengewinnung sollten nur reife Früchte gekauft werden. In mitteleuropäischen Breiten ist dies durchaus ein Problem, da die meisten in Supermärkten angebotenen Mangos unreif sind. Reife Mangos erkennen man daran, dass sich die Oberfläche ledrig anfühlt und bereits auf leichten Druck nachgibt. Es reicht dabei aus, die Mango vorsichtig mit den Fingerkuppen zu berühren. Oftmals ist die Nachgiebigkeit der Schale kein hinreichendes Indiz für die Reife, da diese auch durch zu viel Druck entstehen kann.

Der Samen (Kern) der Mango wird von einer strohgelben bis weißen Hülle geschützt. Vor dem Pflanzen muss er von anhaftenden Fruchtfleischresten befreit werden, da dieses sofort schimmeln würde.

Nicht jeder Samen keimt. Oft ist er nicht genügend entwickelt – wirklich reife Früchte bekommt man in Mitteleuropa nur selten. Oder die Frucht wurde unter 15 °C gelagert.

Die Keimzeit bei einem Kern mit Hülle beträgt zwischen einer Woche und drei Monaten.

Zur Anzucht ist lockeres, nährstoffarmes Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7 ( z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde) geeignet. Um sicherzugehen, dass keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen. Das Substrat muss dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf nicht fest verschlossen sein, muss jedoch einen Deckel besitzen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
Zuerst wird ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Tonscherben gefüllt und dann mit Pflanzsubstrat unter leichtem Andrücken bis ungefähr 2-3 cm unter den Gießrand bedeckt. Dann wird der gesäuberte Kern mittig angelegt, flach hinein gedrückt und restlichen 2-3 cm mit Substrat aufgefüllt.  Idealerweise wird mit einer Sprühkanne gegossen, denn beim Gießen mit der Gießkanne wird sehr leicht das Substrat weggeschwemmt.

Das Pflanzgefäß kommt optimaler weise an einen warmen Platz mit 25° C bis 30 ° C. Am besten geeignet ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Bodentemperatur einstellen kann. Diese können im Fachhande ab ca. 40 Euro erworben werden. Unter Umständen kann man auch einen Platz neben einem Heizkörper wählen. Die Temperatur an diesem Ort sollte mit einem Minima-/Maximathermometer über einen Tag kontrolliert werden, da es dort wiederum zu heiß sein kann.

Im besten Fall bildet sich ein ca. 10-20 cm hoher Trieb mit 4 Blättern, die optisch schlaff nach unten hängen und, falls der Sämling in der Sonne steht, rot gefärbt sind. Die Blätter werden nach einiger Zeit grün, und es bilden sich nach einiger Zeit weitere Blätter.

Alternativ ist auch möglich, den Samen von der Hülle zu befreien, wodurch dieser schneller keimt. Bei einem nackten Kern dauert es bei ca. 25° bis zum Erscheinen des ersten Triebs nur wenige Tage und bis zum ersten überirdischen Trieb nur 1 bis 2 Wochen. Hierbei ist aber extreme Vorsicht geboten: Eine nur leichte Verletzung des Samens kann die Keimung komplett verhindern. Den von der Hülle befreiten Kern legt man in ein kleines Gefäß (z.B. einen kleinen Übertopf) mit Cocos-Substrat, den man mit Klarsichtfolie oder einem aufgelegten Teller verschließt, damit die Feuchtigkeit nicht bzw. nicht so schnell entweicht. Das Substrat sollte hierbei nur leicht feucht sein, sonst besteht Fäulnisgefahr. Täglich sollte überprüft werden, ob der Kern keimt. Sobald er keimt, wird ein kleiner Pflanztopf mit dem zur Keimung benutzten Cocos-Substrat gefüllt und unter Beachtung der Ausrichtung (oben und unten nicht vertauschen!) oben auf das Substrat gelegt. Dann wird die Stelle mit dem Keim ganz leicht mit Substrat bedeckt. Ein leicht aufgelegtes Stück Plastikfolie verhindert einerseits das Austrocknen und ermöglicht andererseits einen begrenzten Luftaustausch, um Schimmel zu vermeiden.

Am besten wird zum bewässern wieder eine Sprühkanne verwendet. Sämlinge müssen nicht gedüngt werden, denn sie versorgen sich selbst aus dem Mangokern. Nach etwa 2 Monaten sollte mit einem Flüssigdünger einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge gedüngt werden. Dies gilt auch im Winter, da das Mangobäumchen keine Winterpause einlegt. Voraussetzung ist jedoch ein sehr heller und warmer Standort.
Die Pflanze kann aufgrund der wegen der Samengröße relativ großen Pflanzgefäße sehr lange im gleichen Topf bleiben. Nach 1 bis 2 Jahren sollten das Anzuchtsubstrat gegen eine Mischung aus Torf (oder besser Cocossubstrat), Kompost und lehmiger Gartenerde (zu gleichen Teilen) ausgetauscht werden.

 

Weitere Informationen auf:

http://www.kuebelpflanzeninfo.de/exot/mangobaum.htm

http://www3.hhu.de/biodidaktik/Exoten/Mango/dateien/botanik.html